Digitale Models als Stockfotos und Influencer

Was haben Shudu, Miquela & Sabrina und Yolia gemeinsam? Sie existieren nicht in real. Geschaffen wurden sie am Computer, mit einem 3D-Programm oder dank Künstlicher Intelligenz.



Shudu


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Quelle: www.instagram.com/shudu.gram/

"Als ich Shudu erschaffen habe, hätte ich nie gedacht, dass sich daraus ein Geschäft machen lässt", erzählt sagt Cameron-James Wilson in einem Interview. "Für mich war es eher ein Kunstprojekt. Shudu ist für mich ein Kunstwerk. Aber plötzlich hat sie all diese Aufmerksamkeit bekommen. Und viele grosse Marken wollen jetzt mit uns zusammenarbeiten."

Shudu - The World’s First Digital Supermodel - hat mittlerweile über 196'000 Tausend Followers auf Instagram, ist in Modezeitschriften präsent und macht Werbung für Labels wie Balmain.



Miquela


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Quelle:  www.instagram.com/lilmiquela/


2016 postete eine angeblich 19-jährige Halbbrasilianerin zum ersten Mal Fotos auf Instagram. Mittlerweile hat Miquela über 1,8 Mio Followers auf Instagram und hat sich damit zu einer virtuellen Influencerin entwickelt. Als digitale Diva trägt sie Prada, Nike, Gucci und ihre zwei Markenzeichen: Sommersprossen und Ponyfrisur.



Sabrina


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Ich nenne sie Sabrina und habe sie unter generated.photos kreiert. Ganz einfach ein Geschlecht, ein Alter oder auch eine Augenfarbe wählen und mit einem Klick ist sie da, die Sabrina. Über 100.000 durch künstliche Intelligenz erstellte Porträts werden unter generated.photos kostenfrei zur Nutzung bereit gestellt.

Ob dies das Ende der Modefotografie ist? Ich glaube (noch) nicht.



Yolia


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Ich nenne sie Yolia und habe sie unter thispersondoesnotexist.com kreiert. Mit jedem Aufruf der Website wird ein neues Gesicht zusammengestellt. Hier ist die Qualität des Porträts im Gegensatz zu generated.photos weniger perfekt. Auf den zweiten Blick sind doch "Unregelmässigkeiten" zu erkennen.


Thispersondoesnotexist basiert auf der relativ neuen Technologie von Generative Adversarial Networks, welches aus zwei verschiedenen künstlichen neuronalen Netzwerken besteht, dem Generator und dem Discriminator.

Ich bin überzeugt, dass wir in naher Zukunft noch mehr digitale Models und Porträtfotos zu sehen bekommen. Du auch?