Art reloaded - Kunst neu entdeckt

In veränderter Form finden Gemälde von früher wieder Beachtung. Viele Museen steigern so den Bekanntheitsgrad ihrer Sammlungen.

 


Aktuell: der Klimawandel

In Kooperation mit dem weltberühmten Museo del Prado hat das WWF in Spanien vier neue Versionen von bekannten iberischen Gemälden veröffentlicht. Bei dem Werk von Velázquez steht dem König Philipp IV plötzlich das Wasser bis zum Hals. Im Originalbild blickt der Reiter noch stolz über eine Wald- und Berglandschaft.
 

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© Museo del Prado-WWF España

 


Mit Kunst machen was man will

Viele Museen präsentieren ihre Sammlungen online. So haben gerade diese Woche Les Musées de la Ville de Paris über 100'000 digitale Kopien ihrer Kunstwerke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Bilder können kostenlos heruntergeladen und weiterverwendet werden. Darunter sind Werke von Monet, Cézanne oder auch Rembrandt vorhanden.

Schon vor einiger Zeit hat das Metropolitan Museum of Art seine Sammlung in Internet veröffentlicht. Die hochaufgelösten Bilder werden ohne Einschränkungen zum Download angeboten. Selbst verkaufen darf man sie.

Die Bestimmungen einzelner Museen sind aber Folge zu leisten. Einige stellen ihre Bilder nur für Ausbildungszwecke zur Verfügung. Eine Übersicht, welche Lizenzvorgaben für Bilder gelten, hat Wikipedia aufgelistet.



Aktives Mitmachen ausdrücklich erwünscht

 

Das Rijksmuseum Amsterdam bietet nicht nur Bilder zum Download an. Das niederländische Nationalmuseum fordert die User sogar auf, neue Werke auf Basis der digitalisierten Arbeiten der Sammlung zu erschaffen. So entstehen neue Kunst- oder Designstücke wie zum Beispiel Schlafmasken.

 

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Bis zum 27. Februar 2020 kannst du dein Werk gestalten und dem Museum einreichen. Der Gewinnerin oder dem Gewinner des Rijksstudio Award 2020 winkt ein Preis von 7'500 Euro.


GIF IT UP ist ein jährlicher "Gif-Making-Wettbewerb" für die kreativste Wiederverwendung von digitalisiertem Kulturerbe-Material. Gif it up hat auf seiner Website übrigens auch eine umfangreiche Liste, welche Museen digitale Bilder anbieten.

 

Grand Prize Winner 2019, Justin Gammon via GIPHY

 


Face Swaps

 

Gesichter wechseln oder tauschen. Mittlerweile gibt es viele Apps und Programme, die dies anbieten und - in unterschiedlicher Qualität - ausführen. Reflect Face Swap ist gemäss Selbstbeschrieb "die erste automatisierte realistische Face-Swap-App, die auf maschinellem Lernen basiert". In dieser Bibliothek stehen verschiedene Kunstwerke mit Gesichtern zum Austausch bereit. Bereit?

  

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Selbstversuch mit David von Michelangelo


Würden Salvador Dalí, Frida Kahlo oder Andy Warhol auf Instagram posten - wenn sie heute leben würden? Kann gut sein...

 


Ich wünsche dir weiterhin viel Spass beim Entdecken und Bearbeiten von alter sowie neuer Kunst!